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Wohn- und Pflegezentrum: Kunst am Bau / Ausstellung der Projekte

Die Gemeinde Mörschwil hat im Jahr 2015 ein Vermächtnis von August Knecht, sel., Taan, Mörschwil, in der Höhe von 100‘000.-- erhalten. Der grosszügige Betrag wird auf Wunsch des Verstorbenen für ein Kunstwerk im Wohn- und Pflegezentrum verwendet.

Auf Vorschlag der Jury wurden vier Künstler:innen zu einem Projektwettbewerb eingeladen. Ziel war es, durch eine oder mehrere Interventionen Orte zu schaffen, die räumlich und inhaltlich die halböffentlichen/halbprivaten Aussen- und/oder Innenräume akzentuieren und künstlerisch gestalten. Aufgrund des Baufortschritts des Wohn- und Pflegezentrums gab es diverse Einschränkungen und Vorgaben, die einzuhalten waren.

Der Wettbewerbsjury wurden vier moderne, ortsbezogene und einzigartige Werke abgegeben. Anfangs Mai wurden der Jury die inhaltlich vier verschiedenen Projekte von den Künstler:innen vorgestellt. Im Anschluss folgte auf der Basis der Beurteilungskriterien die Bewertung und Entscheidfindung durch die Jury.

Die Wettbewerbsjury hat sich für das Projekt «Sungaze» von Tamara Janes entschieden.

Aus dem Jurybericht:

«Die Betrachtung der Sonne in der Morgen- oder Abenddämmerung dient dem Abbau geistiger Anspannung und vertreibt negative Gedanken. Titel und Motiv der vorliegenden Arbeit knüpfen an diese spirituelle Praxis des "Sungazing" und der damit verbundenen wohltuenden Wirkung an. Für ihren Vorschlag als Kunst am Bau im Wohn- und Pflegezentrum hat Tamara Janes ein Sonnenuntergangsbild weiterbearbeitet. Sie interessiert sich für die schlecht aufgelösten Bilder, die allgemein zugänglich und in diesem Sinn demokratisch sind – See und Sonne für alle. Die Unschärfe der Auflösung lässt Interpretationsspielraum zu und bringt Abstraktion. Fasziniert von der Aussicht auf den Bodensee und der Idee, diese Weitsicht in das Gebäude zu holen, wählt die Künstlerin für ihren verpixelten Sonnenuntergang den strassenseitig einsehbaren Verbindungstrakt zwischen öffentlichem und privatem Bereich und zieht das heilsame Glühen der Natur weiter in den Restaurantbereich. Für die Umsetzung wählt sie rund 10 x 10 cm grosse handgefertigte Giesskeramik-Kacheln in 20 verschiedenen Farben. Für die Fugen dazwischen entscheidet sie sich für leuchtend gelbe Fugenmasse.»

Die Jury überzeugt am Vorschlag die medienbewusste Herangehensweise, die Verbindung von neuen Möglichkeiten (Digitalisierung) mit alter, robuster Technik (Mosaik) und die schlaue Platzierung, die eine gute Aussenwirkung und Ausstrahlung verspricht. Das abstrakte Spiel der Farben bei Nahsicht bekommt Sinn in der Situation beim Sehen mit Abstand. Bausubstanz und Werkvorschlag verbinden sich optimal. Die Jury entscheidet sich einstimmig für «Sungaze».

Die Wettbewerbsjury setzte sich aus folgenden Personen zusammen: Martina Wäger, Gemeindepräsidentin; Patrik Müller, Geschäftsleiter GHG; Ursula Badrutt, Kunsthistorikerin; Marianne Rinderknecht, Künstlerin; Diego Gähler, Architekt; Thomas Oesch, Gemeinderat (mit beratender Stimme).

Wir freuen uns, Ihnen die eingereichten Projekte «Kunst am Bau» ab Dienstag, 21. Juni 2022, ab 15.00 Uhr bis Freitag, 1. Juli 2022, 17.00 Uhr, im Zwischenbau 1. Obergeschoss bei der Gemeindeverwaltung an der Schulstrasse 3, 9402 Mörschwil, präsentieren zu können.

Die Gewinnerin des Projektwettbewerbs, Tamara Janes, wird am Dienstag, 21. Juni 2022 von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr anwesend sein und Interessierten Rede und Antwort stehen.

 



Datum der Neuigkeit 16. Juni 2022
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